ESP, Bremsassistenz & Co.: Was macht ein Auto sicher?

Moderne Autos bieten eine Vielzahl an Fahrassistenzen. Zu den bekanntesten gehört seit Jahren zweifellos das ABS. Mit Systemen wie beispielsweise Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel-Assistent, Einpark-Assistent oder Müdigkeitserkennung hat sich die Palette in den letzten Jahren aber stark vergrössert. Dabei zielt die Technik nie darauf ab, den Fahrer zu bevormunden, sondern im richtigen Moment Unterstützung zu leisten.

 

  • ESP:   Das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP (Begriff je nach Hersteller   unterschiedlich) hat die Sicherheit für Autofahrer in den letzten Jahren   stark verbessert. Das System wirkt durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder   dem Ausbrechen des Wagens entgegen. Dafür vergleicht das System pausenlos   (bis zu 150 Mal pro Sekunden) das Lenkverhalten des Fahrers mit dem   effektiven Zustand des Fahrzeugs. ESP gehört in vielen neuen Autos zum   Standard.
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  • Notbrems-Assistent:   Der Notbrems-Assistent greift in kritischen Auffahrsituationen aktiv auf die   Tempogestaltung ein. Das System erkennt mittels Radar und Infrarot den   Abstand zum vorderen Fahrzeug und reagiert auf kritische Situationen mit   einer Teilbremsung. Droht ein Auffahrunfall, leitet der Assistent nach   Warnung des Fahrers eine Vollbremsung ein. Stärker etabliert ist heute   bereits der Bremsassistent. Er unterstützt den Lenker bei einer Vollbremsung   durch zusätzliche Bremskraft.
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  • Abstandsregler:   Der sogenannte Abstandsregeltempomat ermittelt Position und Geschwindigkeit   des vorausfahrenden Fahrzeuges und regelt Geschwindigkeit und Abstand. Dafür   greift das System auf Motor und Bremsen zu.
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  • Personenerkennung:   Besonders in Städten hilft die Personenerkennung, Unfälle, die   auf Unaufmerksamkeit basieren, zu verhindern. Der Assistent warnt den Lenker   – beispielsweise akustisch – vor einer bevorstehenden Kollision mit einem   Fussgänger. Reagiert dieser nicht, leitet das System eine Notbremsung ein.
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  • Spurhalte-Assistent:   Der Spurhalte-Assistent warnt den Fahrer eines Fahrzeuges vor   dem Verlassen der Fahrspur auf einer Strasse. Die Systeme beobachten das   Verhalten des Fahrers und werten aus, ob das Auto seine Spur mit oder ohne   Einverständnis des Lenkers verlässt.
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  • Für den schlimmsten   Fall:   Ein Sicherheitsfaktor, der gerne vergessen geht, ist das Auto   selbst. Airbags gehören heute praktisch bei allen Modellen zum Standard.   Genauso wichtig sind aber beispielsweise die Knautschzonen, die im Falle   einer Kollision Energie absorbieren. Dadurch sind nicht nur die Insassen   geringeren Kräften ausgesetzt, sondern auch Kollisionsgegner wie andere Autos   oder auch Fussgänger.
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Unsere Autos werden immer schlauer, die Sicherheitssysteme immer zahlreicher. Da ist es schwierig, Entscheidungen zu treffen. Einen Überblick über sichere   Autos bietet die neu lancierte Webseite www.sicheresauto.ch Informieren Sie sich, welche Autos in Sicherheitstests gut abgeschnitten haben – und welche   durchgefallen sind. Damit bei Ihrem nächsten Autokauf die Sicherheit nicht   vergessen geht.