Härtere Bestrafung von Rasern seit dem 1.1.2013

Das Engagement der Befürworter der Volksinitiative „Schutz vor Rasern“ hat sich ausgezahlt. Seit Anfang 2013 wird Raserei in der Schweiz kompromisslos bekämpft. Die ersten Raserfälle des Jahres zeigen, die Behörden setzen die neuen Gesetzesbestimmungen rigoros um. Ein eindrückliches Beispiel dafür, dass es sich lohnt, gemeinsam ein Ziel anzustreben, um eine Veränderung in der Gesellschaft anzustreben. Ein Umdenken hat stattgefunden. Rasen ist definitiv kein Kavaliersdelikt mehr.

 

Seit dem 1. Januar 2013 gilt:

 

Ein Raser ist, wer in der

  • Tempo-30-Zone über 70 km/h pro Stunde fährt,
  • innerorts über 100 km/h fährt,
  • ausserorts über 140 km/h fährt,
  • und auf der Autobahn über 200 km/h fährt.

 

Ein Raser ist aber auch jemand, der das hohe Risiko eines Unfalls in Kauf nimmt, andere Menschen schwer zu verletzen oder zu töten, z.B. mit einem illegalen Autorennen oder waghalsigem Überholen.

 

  • Ein Raser wird mit einer Freiheitsstrafe von 1 bis 4 Jahren bestraft.
  • Einem Raser wird der Führerausweis für 2 Jahre entzogen – im Wiederholungsfall lebenslänglich.
  • Das Fahrzeug eines Rasers kann eingezogen und verkauft werden.
  • Ab 2015 dürfen Raser nur noch Fahrzeuge mit eingebauter Blackbox lenken.

 

Der 1. Januar 2013 stellt einen Meilenstein in der Bekämpfung von Raserei in der Schweiz dar. Erfreulich ist insbesondere, dass die beschlossenen Gesetze auch rigoros umgesetzt werden. So wurden in allen bekannten Raserfällen seit Anfang Jahr die Führerausweise für 2 Jahre entzogen und die Fahrzeuge eingezogen. RoadCross Schweiz beobachtet die weitere Umsetzung der Gesetze genau.