Kampagne fordert mehr Rücksichtnahme gegenüber älteren Menschen

Die erfolgreiche Unfallpräventionskampagne «Such Blickkontakt» geht in die zweite Runde. Im Fokus steht neu die Sicherheit von Seniorinnen und Senioren. Die Kampagne wird lanciert vom Automobil Club Schweiz ACS, von RoadCross Schweiz und vom Schweizerischen Verkehrssicherheitsrat VSR.

 

Seniorinnen und Senioren werden als Fussgänger überdurchschnittlich oft Opfer schwerer Verkehrsunfälle. Von den 75 Fussgängern, die 2012 auf Schweizer Strassen getötet wurden, sind mehr als die Hälfte über 65 Jahre alt. Einer der Hauptgründe ist die mit steigendem Alter zunehmende Verschlechterung verschiedener Fertigkeiten, die im Strassenverkehr wichtig sind. Dazu gehören Hör- und Sehvermögen, aber auch die Fähigkeit, auf Fehler anderer Verkehrsteilnehmenden zu reagieren. Zudem vermindert sich mit dem Älterwerden meist die Mobilität und die kognitive Wahrnehmung verlangsamt sich.

 

Um die Sicherheit für ältere Fussgängerinnen und Fussgänger im Strassenverkehr zu erhöhen, verschreibt sich der zweite Teil der im Spätherbst 2012 erfolgreich lancierten Kampagne «Such Blickkontakt» (siehe Box) ab heute dem Thema Seniorinnen und Senioren. Die Botschaft richtet sich dabei in erster Linie an die Fahrzeuglenkenden. «In mehr als zwei Drittel der Fälle, in denen ältere Menschen als Fussgänger verunfallen, liegt das Verschulden nicht bei ihnen», erklärt Kampagnenleiterin Monique Ben-Shmuel. «Unsere Botschaft lautet deshalb ‹Nimm Rücksicht›. Wir müssen das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmenden dafür schärfen, dass ältere Menschen oft mehr Zeit benötigen, um auf sich schnell veränderte Verkehrssituationen zu reagieren.»

 

Respekt, gegenseitige Rücksichtnahme, Vorsicht: Den Grundpfeilern eines sicheren Verkehrsverhaltens kommt im Kontakt mit älteren Menschen besondere Bedeutung zu. Eine Botschaft, welche die an der Kampagne beteiligten Organisationen ACS, RoadCross Schweiz und VSR schweizweit möglichst breit streuen wollen. Dafür setzt das Konsortium auf neue TV-Spots, Inserate, Plakate, Online-Banner, Publireportagen und die bekannte Kampagnen-Webseite www.such-blickkontakt.ch. Die preisgekrönte Webseite, die sich nicht nur mit der Maus, sondern auch mittels Blickkontakt steuern lässt, dient weiterhin als Informationsplattform.

Auch die älteren Fussgängerinnen und Fussgänger werden dabei nicht aus der Verantwortung genommen. Sie erhalten im Internet und über Printmedien Tipps für sichere Verhaltensweisen bei der Fahrbahnquerung.

 

Weiteres Informationsmaterial (TV-Spot, Plakatsujet, Statements, etc.) ist auf der Kampagnenseite unter www.such-blickkontakt.ch/kampagne verfügbar. Allgemeine Informationen finden sich unter www.such-blickkontakt.ch/weitere-infos .

 

Eine Kampagne, zwei Vertiefungen

Am 8. November 2012 haben der ACS, RoadCross Schweiz und der VSR gemeinsam die Kampagne «Such Blickkontakt» lanciert. Ziel der dreijährigen Kampagne ist die Förderung der Kommunikation zwischen sämtlichen Verkehrsteilnehmenden und die Stärkung der gegenseitigen Rücksichtnahme – insbesondere bei der Fahrbahnquerung. Die Kernbotschaft: Wer Blickkontakt sucht, nimmt den anderen bewusst wahr, kann Verhalten besser einschätzen und situationsgerecht reagieren. Erste Evaluationen haben gezeigt, dass die Kampagne das Wissen um die Wichtigkeit dieses Verhaltens verstärkt hat. Nach Lancierung der Dachkampagne letztes Jahr widmet sich der zweite Teil nun dem Thema Seniorinnen und Senioren. Im Fokus des dritten Teils steht ab Herbst 2014 das korrekte Verhalten gegenüber Kindern im Strassenverkehr. Finanziert wird die Kampagne vom Fonds für Verkehrssicherheit.

 

Ihre Ansprechpartner:

 

ACS
Niklaus Zürcher, Direktor
Tel.: 031 328 31 11
E-Mail

 

RoadCross Schweiz
Stefan Krähenbühl, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 044 737 47 29
E-Mail

 

VSR
Stefan Ingold, Geschäftsführer
Tel.: 031 560 36 66
E-Mail

 

Über den ACS
Der Automobil Club der Schweiz (ACS) wurde am 6. Dezember 1898 in Genf gegründet und bezweckt den Zusammenschluss der Automobilisten zur Wahrung der verkehrspolitischen, wirtschaftlichen, touristischen, sportlichen und aller weiteren mit dem Automobilismus zusammenhängen den Interessen wie Konsumenten- und Umweltschutz. Er widmet der Strassenverkehrsgesetzgebung und ihrer Anwendung seine besondere Aufmerksamkeit. Er setzt sich ein für die Sicherheit auf der Strasse und die Verkehrserziehung.

 

Über RoadCross Schweiz
RoadCross Schweiz ist eine gemeinnützige Schweizer Stiftung und der schweizweit grösste Anbieter von Veranstaltungen für Jugendliche im Bereich Verkehrsunfallprävention. Die Organisation verfügt über eine eigene Fachberatungsstelle, die Unfallopfer und ihre Angehörige kostenlos berät, begleitet und unterstützt. Wichtigstes Ziel von RoadCross Schweiz ist die generelle Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Verminderung der Anzahl Verkehrsopfer. Einen ihrer grössten Erfolge erzielte die Stiftung mit der Raserinitiative, deren Forderungen seit Anfang 2013 gesetzlich verankert sind.

 

Über den VSR
Der Schweizerische Verkehrssicherheitsrat (VSR) ist die Dachorganisation für Sicherheit im Strassenverkehr. Er will alle Verkehrsteilnehmenden für ein respektvolles Miteinander sensibilisieren. Zu diesem Zweck lenkt er deren Aufmerksamkeit auf mögliche Gefahren im Strassenverkehr und verbessert durch Information und Prävention die Verkehrssicherheit. Der VSR wirkt als Koordinationsstelle zwischen den verschiedenen Mobilitätsorganisationen und arbeitet eng mit den zuständigen Behörden und seinen Mitgliedern zusammen. Er ist verkehrspolitisch unabhängig.

 

Medienmitteilung als pdf