Licht und Schatten bei Entwicklung der Strassenverkehrsopfer

Die heute vom Bundesamt für Strassen ASTRA veröffentlichten Verkehrsunfallzahlen für das erste Halbjahr 2012 zeugen vom Erfolg von Präventions- und Repressionsmassnahmen und dem Nutzen von Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeugsicherheit. Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass sich die Situation für Fussgänger weiter verschärft.

 

Die Zahl der Verkehrstoten ist zwar im Vergleich zur Vorjahresperiode von 160 auf 166 leicht gestiegen, dies ist jedoch auf das tragische Busunglück im Wallis zurückzuführen. Gerade bei der Zahl der tödlich verunglückten Autoinsassen scheint sich ein erfreulicher Trend fortzusetzen. Die Opferzahlen konnten, wie auch bei den Fahrradfahrern, deutlich gesenkt werden. Insbesondere die Automobilisten profitieren überdurchschnittlich vom technischen Fortschritt in der Fahrzeug- und Infrastruktursicherheit.

 

Zahl getöteter Fussgänger gestiegen

Erschreckend ist der sich fortsetzende negative Trend bei getöteten Fussgängern. Viele dieser Unfälle könnten mit einer Optimierung der Infrastruktur verhindert werden. Wichtig ist nun ein gesamtschweizerisch zielgerichtetes Vorgehen mittels koordinierter Massnahmen. Zentral bleibt jedoch das Verhalten. RoadCross Schweiz lanciert dazu ab diesem Winter gemeinsam mit den Partnerorganisationen ACS und VSR eine Sensibilisierungskampagne zur gegenseitigen Rücksichtnahme bei der Fahrbahnquerung.

Ganzjahresstatistik abwarten

Es gilt nun zu beobachten, wie sich die Opferzahlen über das ganze Jahr hinweg entwickeln. Im Vergleich mit dem Vorjahr lassen Halbjahreszahlen aufgrund mehrerer Einflussfaktoren, wie z.B. unterschiedliche Witterungsverhältnisse in der Vergleichsperiode, noch keine klare Interpretation zu. Beim Vergleich über einen längeren Zeitraum, z.B. einem Jahr, lassen sich eindeutigere Erkenntnisse gewinnen.

 

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