RoadCross Schweiz erfreut über weniger Strassenverkehrsopfer

RoadCross ist erfreut darüber, dass 2010 die Anzahl der Schwerverletzten und Getöteten Verkehrsteilnehmer wiederum gesenkt werden konnte. Die Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) zeigen jedoch auch, dass insbesondere durch eine Anpassung des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer noch mehr Menschenleben gerettet werden könnten.

 

Die tiefere Zahl der Schwerverletzten und Getöteten auf Schweizer Strassen ist gemäss bfu vor allem auf technologische Fortschritte, verbesserte Infrastrukturen sowie koordinierte präventive und repressive Massnahmen zurückzuführen. Erfreulich ist zudem die Senkung der Schwerverletzten und Getöteten bei Unfällen mit möglichem Geschwindigkeitseinfluss. Diese Zahl steht jedoch in Diskrepanz zu den deutlich häufigeren Ausweisentzügen wegen Geschwindigkeitsübertretungen im letzten Jahr. Bei den Strassenverkehrstoten in Zusammenhang mit Alkoholeinfluss zeigen beide Statistiken in dieselbe ungute Richtung. 2010 gab es sowohl mehr Tote als auch mehr Ausweisentzüge in Zusammenhang mit Unfällen mit Alkoholeinfluss.

 

Massiv mehr tote Fussgänger

Besonders erschreckend ist die massive Zunahme (27%) von getöteten Fussgängern. Diese hohe Zunahme ist nicht nur mit jährlich variierenden Witterungsbedingungen zu erklären, sondern lässt auf eine reale Verschlechterung der Verständigung zwischen Fahrzeuglenker und Fussgänger schliessen. Gerade im europäischen Vergleich zeigt sich, dass die Schweiz konstant deutlich mehr tote Fussgänger verzeichnet als vergleichbare Länder wie zum Beispiel die Niederlande. Diesen Missstand will RoadCross zukünftig verstärkt bekämpfen.

 

RoadCross appelliert an Fussgänger, beim Überqueren der Strasse zum Selbstschutz Augenkontakt mit Fahrzeuglenkern herzustellen. Im Zweifelsfalle sollen Fussgänger stehen bleiben. Durch iPods oder Handys sind Fussgänger und Fahrzeuglenker heutzutage zudem leicht abgelenkt. Autofahrer sind zu korrektem und angepasstem Fahren angehalten.

 

Via Sicura nicht abschwächen

Um den erfreulichen Trend der sinkenden Strassenverkehrsopfer fortzusetzen, ist es wichtig, dass das Massnahmenpaket des Bundes „Via Sicura“ gemäss der Botschaft des Bundesrates umgesetzt wird und keine Massnahmen daraus gestrichen oder abgeschwächt werden. Ebenso muss die Finanzierung der einzelnen Massnahmen sichergestellt werden.

 

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