RoadCross Schweiz realisiert Präventionsvideo Kathrin

 

Über 6000 Menschen sind im Jahr 2001 in der Schweiz bei Verkehrsunfällen schwer verletzt worden. Auch Kathrin erlitt am 19. Oktober 2001 in Filzbach einen schweren Unfall. Die Schülerin war mit ihrem Mofa unterwegs zu einer Freundin, als sie mit einem Auto kollidierte. Schwer verletzt wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert – es folgte ein langer, steiniger Weg der Genesung, der bis heute andauert.

 

Gut 12 Jahre nach diesem Ereignis sind Kathrin und ihre Mutter Mili bereit, in einem berührenden Kurzfilm über die Ereignisse der Vergangenheit zu sprechen und private Gedanken und Emotionen zu teilen.

 

 

 

Kathrin war zum Zeitpunkt des Unfalls 15 Jahre alt. Ein Teenager. Genau wie die Schülerinnen und Schüler, die an den Präventionsveranstaltungen von RoadCross Schweiz teilnehmen. Jugendliche und junge Erwachsene sind prozentual am häufigsten in Verkehrsunfälle verwickelt – die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits fehlt es ihnen oft an Fahrpraxis und nötiger Übersicht im Strassenverkehr. Andererseits ist es für viele schwierig, die Folgen eines Verkehrsunfalls abzuschätzen, was sie schnell leichtfertig handeln lässt. Um Jugendliche zum Umdenken zu bewegen, veranstaltet RoadCross Schweiz jährlich rund 500 Präventionsveranstaltungen, häufig in Zusammenarbeit mit Betroffenen und Experten.

 

Mili ist eine von ihnen. Die Mutter der 2001 verunfallten Kathrin fand im Juni 2008 erstmals die Kraft, an einer Präventionsveranstaltung im Kanton Glarus über den Unfall ihrer Tochter zu sprechen. kathrinsmomVon da an war sie regelmässig zusammen mit dem Moderationsteam von RoadCross Schweiz unterwegs, um Glarner Jugendlichen die Folgen eines schweren Unfalls aufzuzeigen. «Die Oberstufenschüler und Gymnasiasten sind immer sehr betroffen und nachdenklich, nachdem Mili den Unfall geschildert hat», sagt Jonas Bösiger, Leiter Fachbereich Jugendprävention von RoadCross Schweiz. «Durch die Realisation des Films wird es nun möglich, viele weitere Jugendliche zum Nachdenken zu bewegen».

 

Videoprojekt mit viel Engagement umgesetzt

 

Kathrin selbst fand lange nicht die Kraft, über den schweren Unfall zu sprechen. Auch als das Filmprojekt ins Laufen kam, ging man anfangs einzig von einem Interview mit ihrer Mutter aus. Kurz vor Drehbeginn erklärte sich Kathrin dann aber doch bereit, selbst im Film mitzuwirken. Die emotionalen Erzählungen von Mutter und Tochter bereichern den Film mit persönlichen Einblicken in die Gefühlslage von Betroffenen und Angehörigen nach einem schweren Unfall.
Massgeblich unterstützt wurde der Dreh durch die Kantonspolizei Glarus. Sie stellte Equipment, Polizeifotos und vor allem viel Zeit zur Verfügung. Die finanzielle Unterstützung durch den Fonds für Verkehrssicherheit ermöglichte eine optimale Umsetzung des Projekts.
Dank dem grossen Engagement aller Beteiligter ist es der Produktionsfirma Pegasusfilm gelungen, ein bewegendes Video über das Schicksal einer jungen Frau zu drehen.

 

kathrin

 

 

Weitere Informationen über die Präventionsveranstaltungen für Jugendliche finden Sie hier.