Sicherheit an Fussgängerstreifen: «CrossCheck» geht online

Per sofort sind unter www.sicherestrassen.ch rund 4000 Meldungen zu Fussgängerstreifen öffentlich einsehbar, deren Infrastruktur von der Bevölkerung als mangelhaft erachtet wird. RoadCross Schweiz und ihr technischer Partner Geologix AG veröffentlichen die Daten, die sie seit März 2012 über die App «Cross-Check» zur Meldung mangelhafter Fussgängerstreifen gesammelt haben. Nun sind die Behörden aufgefordert, sich den Meldungen anzunehmen.
Jährlich werden auf Schweizer Fussgängerstreifen rund 1000 Menschen verletzt, 300 davon schwer und 20 Unfälle enden sogar tödlich. Hauptursache ist das häufig falsche Verhalten der Verkehrsteilnehmenden. Aber auch mangelhafte Infrastruktur trägt ihren Teil zum Unfallgeschehen bei. Heute entsprechen Tausende Fussgängerstreifen in der Schweiz nicht den Sicherheitsstandards. Platzierungen an unübersichtlichen Stellen, Sichteinschränkungen durch Mauern und Bäume, schlechte Beleuchtung und fehlende Signalisation sind nur einige von vielen Mängeln, die sich negativ auf die Sicherheit auswirken. Mit der von RoadCross Schweiz und ihrem technischen Partner, der Berner Geologix AG lancierten «CrossCheck»-App ist es der Bevölkerung seit März 2012 möglich, mangelhafte Fussgängerstreifen zu melden.

 

Nun werden diese Meldungen öffentlich gemacht. Unter der neuen Website www.sicherestrassen.ch wird heute ein frei zugängliches Kartentool lanciert, das seinen Nutzern die gemeldeten Fussgängerstreifen in der ganzen Schweiz anzeigt. So kann sich die Bevölkerung darüber informieren, an welchen Strassenquerungen besondere Vorsicht geboten ist.

 

Das Kartentool erlaubt es Bevölkerung und Behörden, sich über mögliche Mängel auszutauschen. Die Öffentlichkeit kommuniziert, indem sie mittels «CrossCheck»-App Fussgängerstreifen meldet, die Gemeinden oder Kantone, indem sie via Kartentool den Status der Meldungen bearbeiten können (beispielsweise von «Entgegengenommen» auf «Sicherheitsrisiko behoben»). Und indem sie Massnahmen zur Verbesserung mangelhafter Infrastruktur kommunizieren. Mit diesem Schritt führt RoadCross Schweiz den Crowdsourcing-Gedanken von «CrossCheck» konsequent fort.

 

Auch das Verhalten steht im Zentrum
Um den Menschen in Erinnerung zu rufen, dass es mit einer tadellosen Infrastruktur allein aber nicht getan ist, finden sich unter www.sicherestrassen.ch ausserdem Verhaltenstipps für Fussgängerinnen und Fussgänger und für Fahrzeuglenkende. Sie halten beispielsweise fest, wie wichtig es ist, mit dem Kopf bei der Sache zu sein, Blickkontakt zu suchen oder sein Verhalten den Umständen anzupassen.

 

Parallel zur Lancierung der Website erscheint heute eine überarbeitete Version der «CrossCheck»-App. Die App wartet nach dem Update zwar mit denselben Grundfunktionen auf, kommt aber in einem frischen Look und mit neuen Gadgets daher. Grösste Neuerung ist die Statistikansicht, in der die Zahl der eingegangenen Meldungen auf kantonaler Ebene verglichen werden können. Über diese hat der Nutzer zudem Zugriff auf eine Karte, auf der die Meldungen gestaffelt nach Gemeinden visualisiert werden.

 

Medienmitteilung – de (pdf)

 

Kontakt / Auskünfte:
RoadCross Schweiz, Stefan Krähenbühl, Öffentlichkeitsarbeit,
044 737 47 29, 076 570 87 59, E-Mail

www.sicherestrassen.ch