«Such Blickkontakt»-Kampagne fordert mehr Kommunikation bei der Strassenquerung

Der Automobil Club der Schweiz ACS, RoadCross Schweiz und der Schweizerische Verkehrs­ sicherheitsrat VSR lancieren eine Kampagne zur Senkung von Fussgängerunfällen.

 

Die Tage werden kürzer, die Witterung prekärer und die Sichtverhältnisse schlechter. Rund 40 Prozent der Unfälle mit zu Fuss Gehenden ereignen sich zwischen November und Februar. Insgesamt kam es 2011 zu 2447 Fussgängerunfällen. 687 Menschen wurden dabei schwer verletzt und 69 Menschen kamen ums Leben. Um diese Zahlen zu minimieren, lanciert ein Konsortium, bestehend aus dem Automobil Club der Schweiz ACS, RoadCross Schweiz und dem Schweizerischen Verkehrssi- cherheitsrat VSR, die landesweite Kampagne «Such Blickkontakt». Ziel der Kampagne ist die Förderung der Kommunikation und gegenseitigen Rücksichtnahme im Strassenverkehr und insbesondere am Fuss- gängerstreifen. «Nur wer Blickkontakt sucht, nimmt den anderen bewusst wahr und findet gleichzeitig heraus, ob er selbst gesehen wird», erklärt Niklaus Zürcher, Direktor des ACS, die Kernbotschaft der Kampagne. Durch vorausschauendes Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden sollen Gefahrensituationen beim Überqueren der Strasse entschärft und mehr Sicherheit für alle erreicht werden.

 

Gegenseitige Rücksichtnahme fördern

Für eine erfolgreiche Präventionskampagne braucht es eine klare und einfache Handlungsanweisung. «Such Blickkontakt» erfüllt diese Kriterien, wie auch Befragungen von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Kampagnenentwicklung gezeigt haben. Zudem sprechen die Fakten für sich: 90 Prozent der Wahrnehmung im Strassenverkehr erfolgen über das Auge. «Das heisst aber auch, dass Gefahr droht, wenn man nicht gesehen wird», betont VSR­Geschäftsleiter Stefan Ingold. Wenn alle Beteiligten vorausschauender agieren und sich der Gefahren – speziell am Fussgängerstreifen – stärker bewusst sind, dann ist bereits viel für die allgemeine Sicherheit erreicht. «Der Schlüssel liegt in der gegenseitigen Rücksichtnahme, Schuldzuweisungen lösen das Problem nicht», stellt Valesca Zaugg, Geschäftsführerin von RoadCross Schweiz, klar.

 

Kinder sowie Seniorinnen und Senioren besonders gefährdet

Dass es um eine gemeinsame Lösung und nicht um gegenseitige Schuldzuweisungen geht, wird durch die Zusammensetzung des Konsortiums glaubwürdig unterstrichen. Der ACS, RoadCross Schweiz und der VSR haben vom FVS Fonds für Verkehrssicherheit den Auftrag für die Kampagnenführung für drei Jahre erhalten. Das gemeinsame Ziel der beteiligten Organisationen ist die grundsätzliche Verbesserung der Unfallbilanz und damit der Schutz von Leben.
Mit der Aufforderung «Such Blickkontakt» werden alle Verkehrsteilnehmenden angesprochen. Im späteren Verlauf der Kampagne rücken Kinder sowie Seniorinnen und Senioren noch stärker in den Fokus, denn sie sind in rund die Hälfte aller schweren Fussgängerunfälle verwickelt und damit besonders gefährdet. Die Kampagne wurde von der Agentur Wirz Werbung entwickelt und setzt auf TV-Spots, Inserate und Plakate sowie Online-Banner und eine Kampagnen-Webseite.

 

Kampagnen­Webseite mit Blick­Navigation als Weltneuheit

Die Kampagnen-Webseite www.such-blickkontakt.ch dient als Informationsplattform und wartet über dies hinaus mit einer neuartigen Navigationstechnik auf. Die Seite greift die Kampagnenbotschaft «Such Blickkontakt» auf und lässt sich nicht nur per Maus, sondern auch mittels Blickkontakt steuern. Voraussetzung dazu ist einzig eine Kamera am Computer. Es lohnt sich im wahrsten Sinne des Wortes, einen Blick auf die Webseite zu werfen.
Weiteres Informationsmaterial (TV-Spot, Plakatsujet, Statements etc.) wird auf der Kampagnenseite unter www.such-blickkontakt.ch/kampagne angeboten.

 

Medienmitteilung – de (pdf)