58’760 Minuten Einsatz für weniger Verkehrsunfälle

Junglenker haben ein deutlich grösseres Unfallrisiko als der Durchschnitt der Fahrzeuglenker. RoadCross Schweiz konfrontiert Jugendliche und junge Erwachsene deshalb an Schulen in der ganzen Schweiz mit Fehlverhalten. Und das im letzten Jahr fast 500 Mal.

58’760 Minuten – so viel Zeit hat RoadCross Schweiz letztes Jahr in Schulen verbracht, um mit Jugendlichen über Verkehrssicherheit zu sprechen. In 496 Präventionsanlässen haben sich 11 Moderatorinnen und Moderatoren mit rund 18’062 Schülerinnen und Schülern darüber unterhalten, warum kleine Entscheidungen im Verkehr oft grosse Folgen haben. Denn: Junglenker zwischen 18 und 24 Jahren haben ein doppelt so grosses Risiko, einen schweren Unfall zu verursachen, als der Durchschnitt. RoadCross Schweiz will junge Menschen deshalb frühzeitig über die Wichtigkeit ihres Verkehrsverhaltens aufklären.

Besserung versprochen
«Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger vorgehen», sagt Patrizia Koller, Leiterin Prävention bei RoadCross Schweiz. «Viel mehr begegnen wir den Jugendlichen auf Augenhöhe, arbeiten mit realen Beispielen, die sie betreffen könnten, sprechen über Themen, die sie beschäftigen. Wir würden zu wenig bewirken, wenn wir ihnen lediglich aufzeigten, was alles verboten ist. Wichtiger ist es, dass wir uns mit ihnen über Strategien austauschen, mit denen sie sich vor falschen Entscheidungen schützen können.»

Diese Form der Prävention zeigt Wirkung: Der grösste Teil der Jugendlichen, die sich im Verkehr nicht korrekt verhalten, will dies inskünftig ändern. Das zeigt die Auswertung der anonymen Befragungen, die RoadCross Schweiz nach den Anlässen systematisch durchführt. Bei einem der aktuellsten Themen, Smartphones am Steuer, heisst das beispielsweise, dass 84 Prozent der fehlbaren Jugendlichen inskünftig das Smartphone während des Fahrens nicht mehr benutzen wollen.

Ungeschminkte Wahrheit
Wie kann ich meinen Kollegen zur Räson bringen, wenn dieser gefährlich fährt? Wie kann ich verhindern, dass ich nach dem Ausgang auf einen Fahrer angewiesen bin, der selbst zu tief ins Glas geschaut hat? Warum ist das überhaupt wichtig? Und was kann mir blühen, wenn ich die falschen Entscheidungen treffe? Solchen Fragen gehen die Schülerinnen und Schüler zusammen mit RoadCross Schweiz nach. Mit Unfallbeispielen, Erzählungen von Betroffenen, anschaulichen Übungen, aber auch mit aktuellen Zahlen wird die Wahrheit ungeschminkt erzählt.

Die Stiftung RoadCross Schweiz veranstaltet seit 2005 Präventionsveranstaltungen an Schulen. Die Veranstaltungen werden durch finanzielle Mittel des Fonds für Verkehrssicherheit, des Schweizerischen Versicherungsverbands, Mobility und der Loterie Romande ermöglicht. In einigen Kantonen arbeitet RoadCross Schweiz Hand in Hand mit Vertretern der Polizei.

Prävention in Zahlen (ein Überblick)

Einsatzteam: 11 Moderatoren/Moderatorinnen
Veranstaltungen total: 496
Veranstaltungen mit Polizei: 94
Besuchte Institutionen: 126
Teilnehmer: 18’062
Präsenz Deutschschweiz: AG, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, SG, SH, SO, TG, UR, ZG, ZH
Präsenz Romandie: FR, GE, NE, VS

Handy benutzen am Steuer (Telefonieren und SMS) ist gefährlicher als ich dachte. Ich werde es in Zukunft nicht mehr tun.

Werde ich ändern
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Werde ich wohl nicht ändern
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Mache ich bereits
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Ich steige bei angetrunkenen Personen nicht ins Auto ein.

Werde ich ändern
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Werde ich wohl nicht ändern
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Mache ich bereits
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Auch als Beifahrer/in hat man einen Einfluss auf die Sicherheit. Ich werde mich in Zukunft wehren, wenn jemand gefährlich fährt.

Werde ich ändern
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Werde ich wohl nicht ändern
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Mache ich bereits
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